Bielefelder Schulen haben Anschluss verpasst

Aus der Antwort der Verwaltung auf eine Anfrage zum WLAN an Schulen wird nach Ansicht der FDP deutlich, wie weit zurück Bielefeld in Fragen der digitalen Bildung liegt. „Wichtige Voraussetzung für die Einrichtung von WLAN ist, dass die Schule selbst erstmal eine gute Internetanbindung hat. Doch während die Medienberatung des Landes 50 Mbit/s für Grundschulen und 100-200 für weiterführende Schulen empfiehlt, stellen wir den Schulen nur 16 Mbit/s, bei uploads sogar nur 1 Mbit/s zur Verfügung.“, so FDP-Vorsitzender Jan Maik Schlifter. Das Thema sei offenbar seit Jahren verschlafen worden. Die Freien Demokraten wollen daher dringend den Medienentwicklungsplan aktualisieren. Dieser gibt die Rahmenbedingungen für die technische Ausstattung der Schulen vor und wurde 2004 für die Zeit bis 2009 aufgestellt. Schlifter: „Wir operieren im Zukunftsfeld der digitalen Pädagogik mit einem 13 Jahre alten Plan. Zeitgemäße Bildung kann so nicht stattfinden und das ist verantwortungslos gegenüber den Schülerinnen und Schülern. In den Pausen smartphone, im Klassenraum Kreidezeit, so können wir keinen Blumentopf gewinnen.“ Statt ständig über Schulformen zu diskutieren, solle sich die Schulverwaltung endlich um eine Modernisierung der Schulen kümmern.