Briefwahl – NRW Landtagswahl 2017

Sollten Sie am 14. Mai 2017 zur Landtagswahl nicht zu Hause in Bielefeld sein, dann können Sie auch vorab per Briefwahl Ihre Stimme abgeben.

Die Briefwahl in Bielefeld ist ganz einfach!

Etwa Anfang April 2017 bekommen Sie Ihre Wahlbenachrichtigung (Postkarte) zur Landtagswahl in NRW.

Sie haben jetzt zwei Möglichkeiten:

Sie geben Ihre Stimme persönlich ab

Briefwahl in Bielefeld

Foto: Rainer Seifert

Gehen Sie mit der Wahlbenachrichtigung-Postkarte UND Ihrem Personalausweis zur Bielefelder Bürgerberatung oder zu Ihrem zuständigen Bezirksamt. Dort können Sie zu deren üblichen Öffnungszeiten vorab Ihre Stimme abgeben.

Bürgerberatung Bielefeld: Wilhelmstraße 3, Montag, Dienstag, Freitag von 7.30 – 15.00 Uhr, Mittwoch von 7.30 – 13.00 Uhr und Donnerstag von 7.30 – 12.00 und 14.00 – 18.00 Uhr.

Bezirksämter

Brackwede: Germanenstr. 22, Mo-Mi 08.00–12.00, 14.00–16.00 Uhr, Do 08.00-18.00 Uhr, Fr 08.00-13.00 Uhr

Gadderbaum: Nazarethweg 7 (Bethelplatz), Di und Fr 09.00-12.00 Uhr

Heepen: Salzufler Str. 13, Mo-Mi 08.00–12.00, 14.00–16.00 Uhr, Do 08.00-18.00 Uhr, Fr 08.00-13.00 Uhr

Dornberg: Wertherstr. 436, Di und Fr 09.00-12.00 Uhr

Jöllenbeck: Amtsstr. 13, Mo-Fr 08.00-12.00 Uhr, Do zusätzlich 14.30-18.00 Uhr

Senne: Windelsbleicher Str. 242, Mo-Fr 08.00-12.00 Uhr, Do zusätzlich 14.30-18.00 Uhr

Sennestadt: Lindemann-Platz 3, Mo-Fr 08.00-12.00 Uhr, Do zusätzlich 14.30-18.00 Uhr

Bezirksbüros

Brake: Wefelshof 9 Di, Fr 09.00-12.00 Uhr

Schildesche: Margaretenweg 29, Mo und Mi 09.00-12.00 Uhr

Hillegossen: Detmolder Str. 617, Mo und Mi 09.00-12.00 Uhr

Sie wählen in Bielefeld vorab per Briefwahl

CC BY-SA 3.0 Christian Horvat

Auf der Postkarte mit der Wahlbenachrichtigung können Sie Ihre Unterlagen für die Briefwahl beantragen. Füllen Sie diese aus und werfen Sie sie in den Briefkasten. Sie benötigen keine Briefmarke. Binnen weniger Tage erhalten Sie Ihre Unterlagen für die Briefwahl zur Landtagswahl in NRW.  Füllen Sie diese entsprechend der unten bebilderten Vorgaben aus und werfen Sie den roten Umschlag mit dem ausgefüllten Stimmzettel wieder in den nächsten Briefkasten. Auch hier benötigen Sie wiederum keine Briefmarke. Das war’s.

  1. Wahlbenachrichtigung-Postkarte ausfüllen und absenden
  2. Briefwahlunterlagen per Post erhalten
  3. WÄHLEN
  4. Wahlunterlagen zurücksenden

Sollten Sie Ihre Wahlbenachrichtigung-Postkarte zur Landtagswahl in NRW verlegt haben, so können Sie die Briefwahlunterlagen auch schriftlich oder persönlich beantragen. Für letztere Variante besuchen Sie besuchen einfach das Wahlamt in der Herforder Straße, die Bürgerberatung oder ein Bezirksamt. Es nicht nicht möglich, die Wahlunterlagen per Telefon zu beantragen!

Senden Sie am besten ein kurze E-Mail an wahlamt@bielefeld.de mit Ihrem vollen Vor- und Nachnamen, Ihrem Geburtsdatum und Ihrer vollen Anschrift, um Ihre Briefwahlunterlagen zu beantragen.

Auch so erhalten Sie Ihren erhalten Sie Ihre Wahlunterlagen zur Landtagswahl in NRW.

Wählen gehen ist einfach. Auch vor der Wahl mit dem Briefwahlsystem. Verpassen Sie nicht Ihr Bürgerrecht.

Landtagswahl in NRW 2017: Wegweiser

  1. Sie haben zwei Stimmen.
  2. Mit der ersten Stimme (linke Spalte des Stimmzettels) wählen Sie den Direktkandidaten.
    Derjenige Kandidat, der in dem Wahlkreis die meisten Stimmen bekommen hat, kommt direkt in den Landtag
  3. Mit der zweiten Stimme (rechte Spalte des Stimmzettels) wählen Sie die Partei. Diese Stimme ist entscheidend für die prozentuale Zusammensetzung des Parlamentes. Erreicht eine Partei bei dieser Stimme landesweit keine 5%, dann kommt sie nicht in den Landtag. Welcher Kandidat hierüber in den Landtag einzieht entscheidet die Landesliste (auch Reserveliste genannt).

Wahlkreis, Wahlbezirk und Stimmbezirk: Eine Übersicht

  • Das Bundesland Nordrhein-Westfalen (NRW) ist in 128 in etwa gleichgroße Wahlkreise eingeteilt
  • 128 Abgeordnete kommen über die Erststimme in den Landtag (die Sieger ihres Wahlkreises)
  • Da der Landtag aber mindestens 181 Abgeordnete hat, kommen die weiteren über die sogenannten Reservelisten rein
  • Da die Zweitstimme über die prozentuale Sitzverteilung entscheidet, kann es zu sogenannten Überhang- und Ausgleichsmandaten führen, so dass es mehr als 181 Abgeordnete gibt.
    Beispiel: Bei den Zweitstimmen bekommt Partei A 40% (entspricht 73 Sitze), Partei B 35% (=63 Sitze), Partei C 15% (=27 Sitze) und Partei D 10% (=18 Sitze). Zusammen also 181 Sitze. Das gilt nach Rausrechnung der Parteien unter 5%. Partei A gewinnt aber 85 Wahlkreise über die Erststimme direkt. Damit diese 85 Sitze noch 40% entsprechen, benötigt der Landtag 213 Sitze. Damit bekommt die Partei A 12 Überhangmandate (85-73) und die anderen Parteien entsprechende zusätzliche Ausgleichsmandate.
    Hinweis: Das rechnerische Verfahren ist hier zur Veranschaulichung vereinfacht dargestellt. Es wird auch immer sichergestellt, dass es eine ungerade Anzahl Abgeordneter gibt.
    Grundregel: Je mehr Parteien mitmachen, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit von Überhangs- und Ausgleichsmandaten. Bei der Landtagswahl 2012 hat die FDP 8.6% erreicht. Das wären 0,086 * 181 gleich 16 Abgeordnete. Es wurden aber auf Grund der 5% Hürde und der Ausgleichsmandate 22 Abgeordnete. Insgesamt hat der Landtag 237 Abgeordnete.
  • Jeder Wahlkreis ist wiederum in Wahlbezirke eingeteilt. In Bielefeld gibt es davon 33. Diese Wahlbezirke entsprechen den Wahlkreisen zur Kommunalwahl. Jeder Wahlbezirk wird danach in 4 bis 6 Stimmbezirke, gleich Wahllokale, aufgeteilt. Ein Stimmbezirk hat in etwa zwischen 800 bis 1600 Wahlberechtigte. Bei der Stimmenauszählung werden die Ergebnisse pro Wahllokal (=Stimmbezirk) veröffentlicht. Die Briefwähler gehören jedoch pro Wahlbezirk zu einem eigenen Stimmbezirk und erscheinen somit in der Statistik des Wahlbezirkes. 
  • Derzeit nutzen in etwa zwischen 20 und 25% der Wähler die Briefwahl

Entscheidungshilfen zur Landtagswahl