FDP beantragt Runden Tisch zum Untersee

Jasmin Wahl-Schwentker

Fraktionsvorsitzende Jasmin Wahl-Schwentker

Die Bielefelder FDP will versuchen, einen Konsens zur Entwicklung in der Johannisbauchaue herzustellen. Hierzu beantragen die Freien Demokraten im Rat die Einberufung eines Runden Tisches.

Nach harten Auseinandersetzungen im Umweltausschuss wird derzeit in der Verwaltung die Ausweisung eines Naturschutzgebietes auf den ursprünglich für einen Untersee vorgesehenen Flächen erarbeitet. Die Einrichtung eines solches Gebietes wäre das Aus für die lange Jahre geplante Anlage eines großen Freizeit- und Badesees für Bielefeld. „Die Diskussion zwischen Untersee und Naturschutzgebiet hat zu verhärteten Fronten geführt und wird teilweise ideologisch betrieben. Die gesamte Politik sollte sich zusammensetzen, um zu einem Kompromiss kommen, der breit getragen wird.“, so FDP-Fraktionsvorsitzende Jasmin Wahl-Schwentker.

Eine größere Wasserfläche für Bielefeld zu schaffen und mehr für Naturschutz und Artenvielfalt zu erreichen, müsse sich nicht ausschließen, sondern könne sich nach Ansicht der Freien Demokraten sogar sehr gut ergänzen. Es gäbe eine Fülle von Ideen, die zugleich einen Mehrwert für Mensch und für die Umwelt liefern könnten. Zuletzt hatte die Initiative „Mein See für Bielefeld“ mehrfach in Veranstaltungen für seine ausgearbeiteten Pläne eines naturnahen Sees geworben.

Die Initiative der FDP sieht vor, dass der Oberbürgermeister noch im Oktober Vertreter der Politik, Umweltverbände und Seeinitiativen zu einem Runden Tisch einlädt. Wahl-Schwentker: „Ich bin mir sicher, dass es Lösungen gibt, die allen Interessen ausreichend Platz bieten. Bielefeld darf sich diese Chance nicht kaputt machen.

 

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