Das Liberale Forum ist eine recht erfolgreiche Veranstaltungsreihe der FDP Bielefeld. Sie beschäftigt sich mit allgemeinen gesellschaftlichen und liberalen Themen. Seit 2013 gab es bereits 9 Veranstaltungen. Weitere sind geplant.

Initiiert wurde es von Stefan Mielke, dem Ortsvorsitzenden von Bielefeld-Senne. Später kam Rainer Seifert, der Ortsvorsitzende von Bielefeld-Brackwede dazu. Inzwischen wird es vom Kreisverband unterstützt.

Zukünftige Veranstaltungen

November 2016 - Bielefeld im Wettstreit der Regionen - ein Einflussfaktor für die Arbeitsplatzwahl?

Diskussionsrunde: „Bielefeld im Wettstreit der Regionen – ein Einflussfaktor für die Arbeitsplatzwahl?“
Warum entscheiden sich Bewerber für Bielefeld und / oder einem Bielefelder Arbeitgeber?

Diskussionsteilnehmer sind:
Rainer Schütte (Beiratsvorsitzender der MöllerGroup)
Jasmin Wahl-Schwentker (FDP-Kommunalpolitikerin)
Andreas Maron (Personalcoach)
Tim Kniepkamp (Student)
Stefan Mielke als Moderator

Termin: Mo., 24.11.2016 19:00 im Gästehaus der MöllerGroup

Im Gästehaus der MöllerGroup, Kupferhammer 33649 Bielefeld

Die bisherigen Veranstaltungen

März 2016 - Kloster Dalheim

Das Liberale Forum war mit mehr als 20 interessierten Parteifreunden angereist Bei dem Informationsgespräch im Klosterwirtshaus gab Stephen Paul, der FDP-FW Fraktionsvorsitzende im LWL, einen Einblick in die vielfältigen Aufgaben des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) und in die politische Tätigkeit der FDP-FW-Fraktion. Paul beantwortete alle Fragen seiner Parteifreunde und griff Anregungen aus der Gesprächsrunde auf.

Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe leistet wertvolle Arbeit für die Menschen in Bielefeld. Allein für die sozialen Aufgaben fließen vom LWL über 200 Millionen Euro jährlich in die kreisfreie Stadt. Mit dem Geld finanziert der Kommunalverband die gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit Behinderungen, zum Beispiel das selbstständige Wohnen und Arbeitsplätze. Allein 174 behinderte Mädchen und Jungen mit Wohnort in Bielefeld besuchen einen Förderschulkindergarten oder eine Förderschule des LWL.

Im Anschluss erlebten die Teilnehmer des Liberalen Forums im Kloster Dalheim etwas Besonderes. Museumsleiter Dr. Ingo Grabowsky führte nicht nur durch die ständige Ausstellung, sondern auch in die im Keller gelegene Schnaps-Brennerei. Brenner Hermann Zinser erläuterte anschaulich seine Arbeit („ora et labora“).

Bildunterzeile: Vordere Reihe rechts mit Stefan Mielke, Stephen Paul und Museumsleiter Dr. Ingo Grabowsky. Ganz links Rainer Seifert, Philip Winkler (zw. St. Mielke und St. Paul), sowie weitere Teilnehmer des Liberalen Forums der FDP-Ortsverbände im Bielefelder Süden

Januar 2016 - Im Spannungsfeld zwischen Emotion und Organisation

„Wir schaffen viel“ statt „Wir schaffen das“ sagt Heinz Heineke, Leiter des Malteser Flüchtlingscamp in Lippstadt. Bei einem Vortrag im Senner Buschkampkeller im Rahmen des Liberalen Forums berichtete er vor gut 50 Besuchern über die Arbeit in der Notunterkunft. Innerhalb weniger Wochen musste er aus der Not eine Tugend machen und mit einem wachsenden Team von inzwischen 45 Personen (plus Security und Caterer) eine Notunterkunft für 350 Personen aufbauen. „Eine Aufgabe, die er mir Bravour gemeistert hat und weiterhin meistert“ sagt Stefan Mielke, FDP Ortsvorsitzender von Senne und einer der Organisatoren des Liberalen Forums im Bielefelder Süden.

Dies bestätigte auch der vor drei Monaten in Lippstadt angekommene syrische Flüchtling Hayssam, der inzwischen mit 22 anderen Flüchtlingen in einer Männer-WG mit 6 Zimmern, zwei Küchen und zwei Bädern untergebracht wurde. „Ich würde gerne in die Zeltstadt von Heinz Heineke zurückkehren, da dort das Leben angenehmer und organisierter ist.“ Laut Heineke ist eines der größten Probleme eine Struktur zur Abwicklung aufzubauen. Es gibt, auch nach Paris und Köln, sehr viele hochmotivierte helfende Ehrenamtler, aber auch zu viele frustrierte Beamte und zu kurzfristige ad hoc Entscheidungen der Politik. „Wir haben kein Flüchtlingschaos, sondern ein Organisationschaos.“ sagt Heineke. „Richtlinien ändern sich, Zuständigkeiten wechseln, Verantwortungen werden weitergereicht.“

Heineke (67), der seit gut 30 Jahren FDP-Mitglied ist und schon mehrfach in Paderborn Bundes- und Landtagskandidat war, stellt an die Politik drei Forderungen: Erstens: Ziele statt Zickzack – wir benötigen eine Integrations-Vision und eine langfristige Entwicklungsperspektive. Zweitens: Augen auf statt Augenwischerei – Die aktuelle Situation und alle derzeitigen Ereignisse müssen gründlich analysiert und transparent gemacht werden. Drittens: Anpacken statt Abwarten – Mit einem klaren Commitment müssen Maßnahmen durchgeführt und Zielsetzungen definiert werden. Heineke: „Flüchtlingshilfe ist alternativlos und bedeutet harte Arbeit.“

Desweiteren sprach er sich dafür aus, die Arbeit der Ehrenamtler, der Mitarbeiter der Hilfsdienste, der Polizisten, der Beamten und der Staatsbediensteten vor Ort mehr zu würdigen. Diese Personen benötigen eine Lobby, eine Interessenvertretung. Zum Beispiel in der FDP. Außerdem ermunterte er Rentner und Pensionäre sich vermehrt einzubringen. Sie können mit ihrer Erfahrung und verfügbaren Zeit erfolgreich helfen und somit einen großen Beitrag für die Zukunft ihrer Kinder und der nachfolgenden Generationen leisten.

Für Moderator Rainer Seifert, Vorsitzender der FDP Brackwede, bot die Veranstaltung ganz wichtige Einblicke in die konkrete Flüchtlingsarbeit: „Dieses Thema wird uns alle auch 2016 sehr beschäftigen, da leisten Informationen aus dem gelebten Alltag einen zentralen Beitrag.“

v.l.n.r.: Rainer Seifert, Heinz Heineke, Stefan Mielke, Hayssam

September 2015 - Unter Freunden, unter Fremden

Unter dem Arbeitstitel „Unter Freunden oder unter Fremden“ berichteten zwei erfahrene Afrika Experten im Buschkampkeller des Senner Museumshofes.

Zum einen Dr. Bernhard Lapp, der sechs Monate auf eigene Faust durch vonÄgypten bis Kapstadt durch Afrika geradelt ist und dabei Land und Leute bestens kennengelernt hat.

Zum anderen das Senner Parteimitglied Lorenz Pohlmeier, der fast 20 Jahre in verschiedenen afrikanischen Ländern als Entwicklungshelfer für die Weltbank gearbeitet hat.

März 2015 - Der zweite Weltkrieg und seine Folgen für Bielefeld bis heute

Über 40 Gäste waren zum Vortrag von Tim Kniepkamp gekommen, der vom „Liberalen Forum“ der drei Bielefelder FDP-Ortsverbände Brackwede, Senne und Sennestadt im Brackweder Hof organisiert worden war.

Der 17-jährige Abiturient sprach über „Die Entwicklung der Verhältnisse nach dem Zweiten Weltkrieg in Bielefeld und seine Bedeutung für die heutige Zeit“. Für seine beeindruckende Arbeit hatte er im Januar den Geschichtspreis vom Bielefelder Verein für Zeitgeschichte und Erinnerungskultur bekommen.

Kniepkamp erntete von den Gästen viel Applaus. Sehr interessant und ausführlich erklärte er die Situation und Entwicklungen der ersten zwei Nachkriegsjahre, die durch die britische Besatzung geprägt waren. Die Spannungen, die Strenge, das Sieger-Besiegte-Verhältnis, das Vertrauen und Misstrauen sowie der Weg zu einer neuen Demokratie hatte er sehr anschaulich aufgearbeitet.

Kniepkamps Ausführungen zu den Auswirkungen auf die heutige Zeit beinhalteten unter anderem einen Vergleich vom Umgang mit Flüchtlingen damals und heute. „Seine Idee, dass die damaligen Integrationsmaßnahmen ein Vorbild gegen ein ausländerfeindliches Gedankengut sind und Entwicklungen wie Pegida verhindern könnten, finde ich sehr spannend“, meinte Rainer Seifert, FDP-Ortsvorsitzender von Brackwede. „Sein Vortrag hat deutlich gezeigt, wie wichtig es ist, aus der Geschichte zu lernen. Bildung, Optimismus, Mut und das Vertrauen in die Fähigkeiten der Bürger sind entscheidend.“

Juni 2014 - Betriebskita Goldbeck

Besichtigung mit vielen Hintergrundinfos zur neuen Betriebskita der Firma Goldbeck Bau in Bielefeld-Ummeln

Juni 2014 - Betriebskitas

Einrichtung von Betriebskitas. Der Berater Michael Redbrake der KPMG erklärt und vereinfacht die sehr komplexe Materie

März 2014 - Diversity Management

Der geschäftsführende Inhaber Kai Teckentrup des gleichnamigen Tore-, Türe- und Zargenbauers berichtet über seine positiven Erfahrungen zur Integration von ausländischen Mitarbeitern

Januar 2014 - Vielfalt, Inklusion , Integration

Die Offenheit einer Gesellschaft entscheidet über ihre Zukunftsfähigkeit. Die FDP-Politikerin Gabriele Molitor aus Erftstadt war von 2009 bis 2014 im Deutschen Bundestag und dort Sprecherin für Menschen mit Behinderung. Sie ist Mitglied im Landesvorstand der NRW-FDP

September 2013 - Liberale Bildungspolitik

Der aus Bad Rothenfelde stammende FDP-Politiker Heiner Kamp war von 2009 bis 2013 Mitglied des Deutschen Bundestages. Er war Obmann der FDP-Fraktion im Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung, sowie Vorsitzender des Beirats Weiterbildung der FDP-Bundestagsfraktion