Öffentlicher Dienst darf sich nicht immer weiter aufblähen

24.01.2018 Aus Sorge vor einem neuen Betriebsrat bei der privaten Tochtergesellschaft WRB (Abfallentsorgung im Bereich Papier und gelbe Tonne) will die Stadt die dort tätigen 52 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den städtischen Abfallentsorgungsbetrieb eingliedern und damit in den öffentlichen Dienst übernehmen. Das bedeute Mehrkosten in Höhe von anfänglich 394.500 € jährlich. „Diesen Schritt unterstützen wir nicht, denn er wird auf dem Rücken der Gebühren- und Steuerzahler gegangen, auch wenn zur kurzfristigen Kompensation Rücklagen genutzt werden sollen.“ ist Rainer Seifert als FDP-Vertreter im Ausschuss für den Umweltbetrieb überzeugt. Zudem würden die höheren Personalkosten die Teilnahme des UWB an Ausschreibungen der Dualen Systeme schwieriger machen, da aufgrund der erhöhten Kostenbasis teurer angeboten werden müsse.

Jasmin Wahl-Schwentker, FDP-Vorsitzende im Rat, macht sich grundsätzlich Sorgen um die Kostenstruktur der Stadt. Für dieses Jahr habe die Ratsmehrheit bereits eine Erhöhung der Personalkosten der Verwaltung um über 11% beschlossen. „Wir können den öffentlichen Dienst nicht immer weiter aufblähen. Das wird sich in Abschwungphasen bitter rächen. Denn bezahlen müssen am Ende wir Bielefelder.“