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Corona-Zahlen: Nürnberger überfordert

Für unseren FDP-Vorsitzenden Jan Maik Schlifter ist die wiederholte Verfälschung des Lagebildes zur Bielefelder Infektionslage inakteptabel. So herrschte Ende November statt der zu diesem Zeitpunkt ausgewiesenen Inzidenz von 245 in Wahrheit eine von 471. „Nachdem schon zum letzten Jahreswechsel immense Verzerrungen nach und nach zugegeben wurden, gelobte der Krisenstabsleiter Besserung. Jetzt stellt er dieses Versagen als eine Art Normalfall da.“, so Schlifter.

Ein schiefes Bild zur Infektionslage führt zu einem Krisenmanagement im Blindflug, daher seien korrekte, aktuelle Zahlen so wichtig. Fast zwei Jahre nach Pandemiebeginn und ein Jahr nach der letzten Panne ist aber das Verarbeiten der Rückmeldungen der Labore offenkundig eine Überforderung. Wir haben wiederholt eine Verbesserung der IT-Prozesse eingefordert. Schlifter: „Herrn Nürnberger wurden alle Stellen, die er für notwendig erachtete, immer vom Rat genehmigt. Zeit genug war auch. Wenn bereits 350 Meldungen das System zusammenbrechen lassen, liegt das nicht an den Mitarbeitern sondern dann ist das einfach nicht gut organisiert.“

Externe IT-Experten hätten sich die Prozesse und Schnittstellen längst ansehen müssen, wieder sind die Sommermonate dafür nicht genutzt worden. „Wieviele Organisationen in der Wirtschaft oder anderen Verwaltungen gibt es, die mehr als diese Anzahl von Meldungen jeden Tag locker bewältigen, ohne in die Knie zu gehen? Wir haben nach wie vor die Erwartung, dass es in einem entwickelten Industrieland möglich sein muss, standardisierte Rückmeldungen von Laboren zeitnah ins System zu übertragen.“, so Schlifter.


30. Dezember 2021

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