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Digitalisierungsstau an Schulen löst sich nicht auf

27.07.20 Durch eine Anfrage für die nächste Sitzung des Schulausschusses wollen wir herausfinden, wieviel Geld aus dem Digitalpakt der Bundesregierung mittlerweile in Bielefelder Schulen investiert wurde, denn wir befürchten, dass sich der Bielefelder Digitalisierungsstau weiter verschärft. Für Bielefelder Schulen liegen knapp 18 Mio. € für Investitionen in die IT-Infrastruktur, die Anschaffung von digitalen oder schulgebundenen mobilen Endgeräten bereit. Einzelne Rückmeldungen haben uns gezeigt, dass kaum Geld geflossen ist. Voraussetzung für die Förderung ist ein schuleigenes Medienentwicklungskonzept. „Zum Start dieses Schuljahres hatte ich im Ausschuss darauf hingewiesen, dass die Schulen zur Aufstellung dieser Konzepte Unterstützungsbedarf haben. Leider ist da zu wenig passiert, denn es ist wohl kaum Geld abgerufen worden.“, so Jan Maik Schlifter, FDP-Vorsitzender. Wir wollten im September 2019 bereits klären, wie die Förderung möglichst schnell und möglichst effizient an die Bielefelder Schulen kommen könnte.

Verwaltung ist für Digitalisierungsstau verantwortlich

Bielefeld war schon schlecht auf den Digitalpakt vorbereitet, aber es ist nichts passiert, um das aufzuholen. Nachdem wir jahrelang angemahnt haben, den über 15 Jahre alten gesamstädtichen Medienentwicklungsplan zu aktualisieren, ist das immer noch nicht abgeschlossen. Die Klagen über die schlechte digitale Ausstattung sind zuletzt zurecht immer lauter geworden. Hier berichtet z.B. die Neue Westfälische. Schlifter: „Jetzt liegen seit einem Jahr Millionen bereit und die Verwaltung bekommt das hier nicht in die Schulen. Dabei hängen wir auch im Vergleich mit Nachbarkommunen schon Jahre zurück. Was ist von einer Stadt zu halten, die mit einem 15 Jahre alten Digitalkonzept unterwegs ist? Es ist unglaublich, wie in unserer Stadt Bildungschancen kaputtverwaltet werden.“

 

 


28. Juli 2020

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