Bielefelder FDP
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Exklusiv-Gespräch mit Clubbetreibern in Bielefeld

In den nächsten Wochen entscheidet der Rat über die anlassbezogene Vergnügungssteuer. Aus diesem Grund hat sich die FDP-Fraktion noch einmal aus erster Hand bei den Clubbetreibern der Stadt informiert. Pandemiebedingt wurde das Gespräch im kleinen Kreis geführt. Ivo Klumpp (Stereo, Max Raebel) und Daniel Elsner (Lokschuppen) erläuterten dem finanzpolitischen Sprecher Gregor vom Braucke die aktuelle Situation der Clubszene in der Pandemie, aber auch die Hindernisse der Steuer in normalen Zeiten.  Zwar stünden alle Bielefelder Clubs auch im Wettbewerb, aber trotzdem spricht die Szene mit einer Stimme, da ein funktionierendes Nachtleben voneinander abhängt und gut geführt sich gegenseitig positiv beeinflusst.

Clubs brauchen die idealen Start Bedingungen und Möglichkeiten sich wieder Substanz aufzubauen

Gregor vom Braucke

Ivo Klumpp und Daniel Elsner kritisierten die aktuelle Verwaltungsvorlage zur Veränderung der Vergnügungssteuer als Verschlechterung der aktuellen Situation. Dadurch würden Veranstaltungen noch schlechter planbar. Gregor vom Braucke stellte fest, dass das Steuer Aufkommen für die Stadt dadurch nicht verändert wird. Damit bleibe Bielefeld die Stadt mit einer der höchsten Steuerbelastungen für Tanzveranstaltungen in Deutschland.

Ivo Klumpp macht deutlich, dass sich Bielefeld vor allem auch im unmittelbaren Wettbewerb mit Münster und Dortmund befindet. Dort wurde die Tanzsteuer abgeschafft.

Beide Veranstalter führten aus, die gegenwärtige Höhe der Steuer habe dazu geführt, dass bestimmte Veranstaltungskonzepte schon in normalen Zeiten nicht umgesetzt wurden. So hätte man sich beispielsweise dagegen entscheiden, lizensierte Festival Specials nach Bielefeld zu bringen, weil sie durch die Steuer nicht kalkulierbar waren und das unternehmerische Risiko zu groß wurde.

Gregor vom Braucke stellte zum Abschluss noch einmal fest wie wichtig ein Signal für die Post-Pandemie Zeit wäre die Bielefelder Ausgehkultur wieder zum Leben zu bringen. Dazu brauchen die Clubs ideale Start Bedingungen und Möglichkeiten sich wieder Substanz aufzubauen. Ein prosperierendes Nachtleben ist für eine Groß- und Studentenstadt auch eine wichtige Voraussetzung für eine positive Gesamtentwicklung.


24. März 2021

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