FDP: Weser-Lutter-Sanierung muss noch einmal auf den Prüfstand

Jasmin Wahl-Schwentker

Jasmin Wahl-Schwentker

Aus Sicht er FDP kann es im Fall der ungeplanten Mehrkosten von 4 Mio. € für die Sanierung des Weser-Lutter-Kanals kein „Augen zu und durch“ geben. „Wir haben uns vor 2 Jahren die Entscheidung für die Inliner-Lösung wahrlich nicht leicht gemacht“, so Jasmin Wahl-Schwentker, Fraktionsvorsitzende der Bielefelder FDP im Stadtrat.

Es sei ein Anliegen gewesen, die Platanenallee im Grünzug Ravensberger Straße zu schützen. Dafür habe man auch Mehrkosten gegenüber der Sanierung in offener Bauweise in Kauf genommen. Nach der Aufdeckung des Rechenfehlers, wonach das Regenrückhaltebecken in der Teutoburger Straße doppelt so groß werden müsste und dadurch sich die Kosten um 4 Mio. € erhöhen, sei aber noch einmal zu prüfen, ob die offene Bauweise für den Bauabschnitt Teutoburger Straße bis Stauteich I zu bevorzugen sei. Denn diese Bauweise habe neben den geringeren Kosten den Vorteil der erheblich größeren Nachhaltigkeit und ein Regenrückhaltebecken sei nicht notwendig. Die Sanierung im Inliner-Verfahren habe eine Haltbarkeit von nur 30 Jahren, die Sanierung in offener Bauweise erfordere einen neuen Eingriff erst wieder in 70 Jahren. „4 Mio. € für den Erhalt der Platanenallee sind ein zu hoher Preis, zumal in 30 Jahren ein erneuter Eingriff notwendig sein wird. Dann doch lieber günstiger sanieren und neue Bäume pflanzen, die dann mindestens 70 Jahre stehen bleiben können.