Grundschulausbau auf Kante genäht

27.06.20. Wir befürchten, dass die vom Schulausschuss beschlossenen Ausbauvorhaben für die Grundschulen nicht ausreichen werden. Für ein erwartetes Schülerwachstum um 1.800 Kindern in den nächsten Jahren sollen nach einstimmigen Beschluss Neubauten und Erweiterungen geplant werden. „Da wir damit lediglich das prognostizierte Wachstum auffangen, verbessert sich die heutige Situation nicht. Uns macht zudem Sorge, dass jede Verzögerung in dem Programm zu mehr Raumknappheit an unseren Grundschulen führen wird“, so unser Vorsitzender Jan Maik Schlifter.

Jede Verzögerung wird zu Qualitätsverlust in der Bildung

Wir hatten im Ausschuss beantragt, mehr Erweiterungen zu planen, um über baureife Alternativen zu verfügen, damit aber keinen Erfolg gehabt. Die Zeit drängt, da die Anmeldezahlen schon bald steigen werden. Schlifter:„Jede Verzögerung wird zu einem Qualitätsverlust in der Bildung führen. Das Ausbauprogramm ist auf Kante genäht. Nichts darf sich verzögern, das ist bei öffentlichen Bauvorhaben aber eher Regel als Ausnahme. Warum die anderen Fraktionen keine zusätzlichen Optionen schaffen wollten, ist mir rätselhaft.“

Platz an Grundschulen wird knapper werden

Bereits im letzten Jahr hatten wir beantragt, Geld für den Ausbau auch in den Haushalt einzustellen. Auch dies lehnte die Koalition ab. „Bis Ende 2021 ist hierfür kein Geld im Haushalt. Das allein setzt ein riesiges Fragezeichen hinter die Ausbaupläne. Die SPD versucht aus dem Ausbauplan Wahlkampfkapital zu schlagen, verschweigt aber, dass dies das absolute Minimum ist, die Finanzierung unsicher ist und Alternativen nicht weiter betrachtet werden“, erklärt Schlifter. Als Folge wird der Platz an Grundschulen knapper werden.