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Jahnplatz: Retten, was noch zu retten ist

27 Millionen Euro hat der Jahnplatz-Umbau bisher gekostet – und kaum für Verbesserungen gesorgt. Das halten wir jetzt in einer umfassenden Bilanz fest. Viele der Ziele, die der gemeinsame Beschluss zum Jahnplatz-Umbau von Rot-Grün und der CDU noch in 2018 festgelegt hatten, sind nicht erreicht worden. 

„Vor allem die vollmundig versprochene Aufenthaltsqualität ist völlig auf der Strecke geblieben“, sagt unsere Fraktionsvorsitzende Jasmin Wahl-Schwentker. „Statt einer italienischen Piazza oder einer smarten Lösung wie in Kopenhagen haben wir Bielefelder Murks bekommen. Die Fußgänger als schwächste Verkehrsteilnehmer sind durchweg der Gefahr eines Zusammenstoßes ausgesetzt, Konflikte mit Radfahrern sind hier durch die mangelhafte Wegeführung vorprogrammiert.“

Bei einem Vor-Ort-Termin hatten wir Anfang der Woche mit mehreren dutzend Bürgern das Ergebnis des Umbau begutachtet und Schlussfolgerungen angestellt. „Wir müssen nun retten, was noch zu retten ist“, betont Wahl-Schwentker. „Fußgänger müssen an Überwegen unbedingt besser geschützt werden, hier ist kaum ersichtlich, dass sie Vorrang haben vor den Radfahrern“, erklärt Nicolas J. Strahlke, unser Fraktionsgeschäftsführer. Außerdem sind die Wege zwischen den Haltestellen teilweise absurd lang. „Das Umsteigen wird für Menschen mit Beeinträchtigungen zum Glücksspiel.“

Um dem unansehnlichen Bild der schmutzigen Granitwüste entgegen zu wirken, sollen Stadt und Umweltbetrieb prüfen, wie oft dieser gereinigt werden kann und ob es Sinn ergibt, dafür eigene Geräte anzuschaffen, um damit nicht stets externe Dienstleister beauftragen zu müssen.

Hintergrund: Niederschrift des Stadtentwicklungsausschusses am 26. Juni 2018


8. Juli 2022

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