Koalition muss Klarheit in der Verkehrspolitik schaffen

15.11.19. Wir sehen uns durch die in der Öffentlichkeit genannten Zahlen bestätigt: Die von Rot-Grün beschlossene Halbierung der Anteile des Autoverkehrs ist durch eine Verbesserung des ÖPNV nicht zu erreichen. Jetzt muss die Koalition mal klar sagen, was sie vorhat – Die Quotenziele aufgeben oder den Individualverkehr abschnüren. „Fahrspuren zubauen, Stau provozieren, Parkgebühren massiv erhöhen – nur so kann Rot-Grün den von ihnen festgelegten Planwert erreichen. Das muss allen klar sein, auch wenn vor allem die SPD das vor der Wahl nicht sagen mag.“, so Jan Maik Schlifter. Nun rächt sich, dass OB und Koalition auf eine aus der Luft gegriffene Quote von 25 % ÖPNV im Jahr 2030 setzten, deren Erreichen wichtiger genommen wird, als Mobilität zu verbessern.

Erfolg in der Verkehrspolitik misst sich nicht an Quotenerfüllung

Schlifter: „Erfolg ist für uns, wenn wir Bielefelder besser von A nach B kommen. Daher wollen wir wieder über Lösungen sprechen, die es den Menschen einfacher und nicht schwerer machen.“ Bei Baustellenplanung, Radverkehrslösungen, Stärkung des ÖPNV, E- und Wasserstoffmobilität ist für die Stadt genug zu tun, um auch ökologisch echte Fortschritte zu erzielen. „Wir haben immer gesagt, dass es keinen Sinn macht, einen Anteilswert zu beschließen, von dem noch keiner weiß, was das eigentlich für die Stadt bedeutet. So ist das Pferd von hinten aufgezäumt worden und es wird nichts Gescheites dabei herauskommen.“, so Schlifter.

https://www.westfalen-blatt.de/OWL/Bielefeld/Bielefeld/4033061-Durchfahrt-waehrend-des-Umbaus-nur-fuer-Busse-frei-Debatte-um-teure-Verkehrswende-Jahnplatz-zwei-Jahre-dicht