Meschede-Aus unwürdig

12.05.2018 Der Umgang mit dem Direktor der Kunsthalle ist Personalpolitik zum Abgewöhnen. Die Entscheidung, Herrn Dr. Meschede kurz vor dem Ruhestand an Aufsichtsrat, Förderkreis und Stiftern vorbei lapidardurch Parteivertreter vor vollendete Tatsachen zu stellen, zeigt die Überheblichkeit, mit der SPD, Grüne und CDU agieren. „Nach Gutsherrenart hat sich das Drei-Parteien-Kartell auch diesen Posten zur Verfügungsmasse gemacht. Wie mit Meschede umgesprungen wird, hat der Kunsthalle und Bielefeld schon jetzt Schaden zugefügt.“, so der FDP-Vorsitzende Jan Maik Schlifter.

Kunsthalle steht bald kopflos da

Da auch die Stellvertreterin demnächst in Ruhestand geht, steht die Kunsthalle bald kopflos da. Wie sich CDU, SPD, Grüne, der Kulturdezernent und der OB den Übergang auf eine neue Leitung, die Umbauphase und die Sammlungsbetreuung während einer Sanierungszeit vorstellen, ist unklar. Schlifter: „Die Kunsthalle kann man als Beispiel nehmen, wie man es nicht machen sollte – Desinteresse durch OB und Dezernent, reale Zuschusskürzungen und die Personalpolitik den Parteien überlassen. So geht man mit einem kulturellen Leuchtturm und einem Geschenk einfach nicht um.“

Transparentes Verfahren, internationale Ausschreibung

Sollte die bislang nicht konsultierte Gesellschafterversammlung eine Verlängerung des Vertrages von Dr. Meschede tatsächlich ablehnen, muss die Stelle in einem transparenten Verfahren international neu ausgeschrieben werden. Unter allen Umständen muss Parteikungelei bei der Besetzung verhindert werden. Inwieweit die Kunsthalle nach diesen Vorgängen allerdings attraktiv für Bewerber mit Anspruch ist, muss bezweifelt werden.