Bielefelder FDP
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Schulen jetzt homeoffice-fit machen

16.04.20 Die fortdauernde Schließung der Schulen für weitere Wochen deckt die Defizite in der digitalen Ausstattung in Bielefeld auf. Die Möglichkeiten, den Präsenzunterricht adäquat zu ersetzen, sind kaum vorhanden oder eingeübt. Offenkundig leidet die Vermittlung von Unterrichtsstoff nun an mangelnder Infrastruktur. Videokonferenzen sind etwa nicht möglich, da die Geräte nicht bei allen vorhanden sind. „Jetzt rächt es sich, dass die Schulverwaltung das Thema digitale Bildung verschlafen hat. Mit einem Medienentwicklungsplan von 2009 kann man nichts reißen. Ein Grund mehr, schnell aktiv zu werden.“, so FDP-Vorsitzender Jan Maik Schlifter. Vor allem kurzfristig muss jetzt was passieren.

Online-Klassenräume schafften – Schulen homeoffice-fit machen

Wir schlagen vor, dass die Stadtverwaltung in Kooperation mit den städtischen Schulen umgehend ein Rahmenkonzept für Online-Klassenräume aufsetzt. Welche Software ist am geeignetsten, wie kann man Eltern und Kinder unterstützen, diese zu nutzen und welche Geräte sind hierfür erforderlich. Leihgeräte müssen beschafft werden, wo diese Infrastruktur in den Familien nicht vorhanden sind. „Das ist im Prinzip kein Hexenwerk, wie Hochschulen vormachen oder die Eltern im Homeoffice erleben. Das muss auch für Schulen möglich sein, sonst leidet die Bildung.“ so Schlifter, der vorschlägt, Mittel aus dem Digitalpakt zu verwenden, um jetzt Leihgeräte zur Verfügung zu stellen. Es muss alles versucht werden, um die Schulen im Mai homeoffice-fit zu bekommen. Alle Kinder müssen teilnehmen können, sonst vergrößern sich die Leistungsunterschiede. Wir hatten mit der Bielefelder Mitte in der letzten Schulausschusssitzung einen Dringlichkeitsantrag gestellt, um ein Kompetenzzentrum „Lernen zu Hause“ einzurichten, um beispielsweise Eltern bei Schwierigkeiten mit der Beschulung zu Hause zu helfen oder Konzepte für den Fernunterricht auszutauschen. Vielleicht war das Thema für die Koalition da noch zu frisch. Leider haben wir durch die Ablehnung jetzt schon viel Zeit verloren. Aber jetzt müssen wir dringend etwas tun, um Kinder, Lehrkräfte und Eltern zu unterstützen. Gerade die Kinder, die zu Hause weniger Schulstoff vermittelt bekommen, fallen sonst viel zu weit zurück.

 

 


16. April 2020

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