Bielefelder FDP
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Streit um Premium-60Plus-Abo deckt grundsätzliche Probleme auf

22.07.20 In der Diskussion um die Abschaffung des Tickets Premium-60Plus-Abo vermissen wir eine klare Linie von im Aufsichtsrat von moBiel vertretenen Parteien. Wenn dort einstimmig die Änderung von Ticketbedingungen beschlossen worden seien, ist es irritierend, dass die Grünen dann öffentlich erklären, dass sie das nicht nachvollziehen könnten. „Wenn man das selbst beschließt, kann das eigentlich keine Überraschung sein. In nicht-öffentlichen Gremien Verschlechterungen im ÖPNV-Angebot beschließen, das dann aber in der Öffentlichkeit frontal angreifen – bei einigen passen Reden und Handeln einfach nicht zusammen.“, so unser OB-Kandidat Jan Maik Schlifter. Wir sind als FDP nicht im Aufsichtsrat vertreten. Das Unternehmen muss sich auch auf einmal getroffene Beschlüsse verlassen. Für uns hat eine Verbesserung von Angeboten beim ÖPNV Priorität, bei der Preisgestaltung geht es aber eher in die andere Richtung. Auch das von der FDP vorangebrachte Schulticket ist für die Liberalen noch zu teuer.

Grundsätzliches Problem der Verkehrswende: Knappe ÖPNV-Kapazitäten

Die Ticketänderung offenbart zudem ein grundsätzliches Problem der von Rot-Grün vehement verfolgten Verkehrswende. MoBiel versucht die Nutzung des ÖPNV in den Stoßzeiten unattraktiver zu machen, da die Kapazitäten vor allem in den Stadtbahnen knapp werden. „Es ist erklärtes Ziel von Rot-Grün, den Autoverkehr unattraktiver zu machen. Wenn dann aber keine Kapazitäten in den Bahnen zur Verfügung stehen, führt das zur Vollkatastrophe und legt die ganze Stadt lahm. Daher sind Kapazitätserweiterungen und Angebotsverbesserungen im ÖPNV, aber keine Mobilitätsbeschränkungen das Gebot der Stunde.“, so Schlifter.

In einer vorherigen Version dieser Meldung haben wir auch Die Linke in die Kritik einbezogen. Diese ist zwar im Aufischtsrat der Stadtwerke, aber nicht wie zunächst geschrieben im Aufsichtsrat von moBiel vertreten.

 


24. Juli 2020

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