Unkoordinierte Verkehrswende

Erschreckend unkoordiniert ist nach unser Ansicht das Vorgehen der Verwaltung bei der Verkehrsplanung. Nach dem Beschluss der Koalition, den Waldhof gegen die Wünsche des Handels für den Verkehrsversuch Altstadtraum für den Autoverkehr zu schließen, ist aufgefallen, dass die Alternativroute über den Niederwall im Versuchszeitraum von einer Baustelle betroffen sein wird. Wir haben daraufhin einen Antrag für die kommende Ratssitzung eingereicht, während der Baustellenzeit den Waldhof nicht zu schließen. Zudem hatte unsere Fraktion angefragt, wie im Detail die Anfahrt der Parkhäuser während der Baustellenzeit vorgesehen sei. Nun hat Baudezernent Moss angekündigt, bereits in der Bezirksvertretung und im Stadtentwicklungsausschuss für die Verschiebung der Sperrung zu werben.

Das Amt für Verkehr muss gerade bei konfliktreichen Entscheidungen planvoller vorgehen und darf sich solche Schnitzer einfach nicht mehr erlauben.

Rainer seifert

„Die Koordination von Baustellen zwischen Ämtern, Stadtwerken u.a. lief noch nie richtig rund. Dass jetzt aber im gleichen Amt bei der Vorbereitung einer solcher Entscheidungen nicht die Baustellenplanung in die Überlegungen miteinbezogen wurde kann ich einfach nicht nachvollziehen.“, so der verkehrspolitische Sprecher der FDP, Rainer Seifert. Da unsicher sei, wie Rot-Rot-Grün auf die Anregung des Dezernenten reagiert, halten wir unseren Ratsantrag zunächst aufrecht. Mit der Verkehrsberuhigung der Altstadt zeigt die Verwaltung und Koalition zunehmend, wie ein an sich gutes Projekt durch Kompromisslosigkeit und schlechtes Handwerk vergeigt werden können. Seifert: „Das Amt für Verkehr muss gerade bei konfliktreichen Entscheidungen planvoller vorgehen und darf sich solche Schnitzer einfach nicht mehr erlauben.“


18. Juni 2021

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