Verkehrsprobleme bei Martin-Niemöller-Gesamtschule vertagt

29.11.19. Die in der Bezirksvertretung Schildesche bekannt gewordenen Details zur Planung des Gesamtschulneubaus bestätigen für uns die großen Zweifel an der Sinnhaftigkeit dieses Bauvorhabens. Ein Übergang über die zwischen beiden Schulstandorten verlaufende Straße „An der Reegt“ wird von den Wettbewerbsbeiträgen der Architekturbüros nicht berücksichtigt, obwohl dies eine politisch beschlossene Vorgabe war und bleibt somit unbearbeitet.

Es wird immer mehr zum Kuriosum

Für den FDP-Vorsitzenden Jan Maik Schlifter ein weiterer Grund, die Entscheidung für das Bauvorhaben zu kritisieren: „Der Neubau einer auf zwei Standorten getrennten Schule, bei der eine Straße quasi direkt über das Gelände führt, wird immer mehr zum Kuriosum. Wir müssen dringend die Reißleine ziehen.“ Wir sehen nach wie vor in der Sanierung des Bestandsgebäudes die beste Möglichkeit, die Schule an ihrem angestammten und sehr gut geeigneten Ort zu belassen. Die von der rot-grünen Koalition seit 2016 für den Bau geblockten 42 Mio. Euro aus dem Landesprogramm „Gute Schule 2020“ sollen besser allen Bielefelder Schulen zu Gute kommen. Dass die Mittel seit bald vier Jahren abrufbereit in Düsseldorf liegen, aber nicht nach Bielefeld geholt werden, ist angesichts des knappen Schulraums und des Investitionsstaus der Bielefelder Schulen ein Skandal. Schlifter: „Das Geld könnte schon längst unsere Schullandschaft verbessern. Wir brauchen mehr Klassen- und Fachräume, die Inklusion benötigt Räume und bei der digitalen Bildung sind wir ganz hinten dran. Aber die Koalition will lieber eine noch nicht mal 50 Jahre alte Schule komplett abreißen und an einem ungeeigneten Standort neu bauen. Außerhalb der rot-grünen Blase versteht das kein Mensch.“